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Umfrageergebnisse: Verstetigung braucht Kümmerer

Wie schaffen wir eine Wende hin zu nachhaltigen Gewerbegebieten? 263 Teilnehmende aus Kommunen und Institutionen haben bei der gleichnamigen Online-Umfrage mitgemacht. Die Ergebnisse liegen jetzt vor.

Um eine nachhaltige Entwicklung von Gewerbegebieten langfristig zu sichern, arbeiten Kommunen in der Regel mit kommunalen Instrumenten, Schulungen und kümmern sich um die Netzwerkbildung. Diese Themenbereiche umfasste auch die Umfrage „Wie schaffen wir eine Wende hin zu nachhaltigen Gewerbegebieten?“. Die Ergebnisse der Umfrage zeigen, welche Komponenten nach Erfahrung der Teilnehmenden eine wichtige Rolle bei der Verstetigung spielen.

Intrakommunale Zusammenarbeit fördert Verstetigung wesentlich

Im Bereich der kommunalen Instrumente sind sich die Teilnehmenden einig: Mit 71 Prozent der Stimmen priorisieren sie die „intrakommunale Zusammenarbeit“ als wichtigstes Instrument, um Nachhaltigkeit im Gewerbegebiet langfristig zu sichern. Daneben werden kontrollierbare Festsetzungen, aber auch politische Beschlüsse und Angebote wie kostenlose Fachberatungen als wichtige Erfolgsgaranten genannt.

Begleitende Pressearbeit für Schulungsarbeit wichtig

Für den Aspekt Schulungen schätzen die Teilnehmenden vor allem den Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit mit Presseartikeln, Broschüren oder Social Media-Präsenz als wichtig ein. So können Informationen einfach bereitgestellt werden. Ebenfalls priorisieren sie das Anbieten von Fachberatungen auf der Unternehmensfläche. Diese können je nach Fachkompetenz Kommunen selbst anbieten, oder von externen Anbietern durchgeführt werden.

Einzelansprache erfolgsversprechender als Massenrundschreiben

Im Bereich Netzwerkbildung zeigt sich in den Umfrageergebnissen ein Widerspruch: So räumen die Teilnehmenden mit 54 Prozent dem Thema „großflächige Ansprache“ hohe Wichtigkeit ein. Als noch wichtiger sehen jedoch 74 Prozent den Aspekt „Einzelansprache bzw. Kümmerer“. Dies wiederum deckt sich mit den Erfahrungen aus dem Projekt „Grün statt Grau – Gewerbegebiete im Wandel“. Sie zeigen: Gewerbegebietsmanager*innen, die den einzelnen Kontakt zu Unternehmen suchen und pflegen, tragen viel dazu bei, dass das Thema nachhaltige Gewerbegebiete langfristig in einer Kommune verankert wird. Der Austausch auf direktem bzw. kürzesten Weg stärkt die Identifikation mit und den Zusammenhalt im Gebiet. Eine reine Massenansprache per Rundschreiben hingegen verspricht wenig Erfolg.

Unbefristete Arbeitsverhältnisse sorgen für eine gute Voraussetzung

Bei den Umfrage-Teilnehmenden handelt es sich überwiegend um Mitarbeitende aus Städten, Gemeinden und Kreisen. Die meisten von ihnen arbeiten in den Bereichen Stadtplanung/-entwicklung, Umwelt oder Wirtschaftsförderung, jedoch sind auch Industrie- und Handelskammern sowie private Unternehmensvereinigungen vertreten. Erfreulich hierbei: Gut 80 Prozent der Teilnehmenden sind unbefristet angestellt – eine ideale Voraussetzung für die Verstetigung!

Die vollständigen Ergebnisse der Studie werden im Laufe der nächsten Monate veröffentlicht.

Kontakt

Carolin Schack
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