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Iserlohn: „Grün statt Grau“ auf neuen Pfaden

Im Iserlohner Stadtteil Heide-Hombruch sieht man nicht nur Gewerbe und Industrie. Auch Wiesen und Wälder, Kindergärten, eine Schule, Sportstätten, Ein- und Mehrfamilienhäuser finden sich hier direkt neben Arbeitsstätten. Durch diese interessante Mischung im Gebiet ist es naheliegend, nicht nur die Beratung der Unternehmen voran zu treiben, sondern auch die anderen Personengruppen in eine nachhaltige Gewerbegebietsentwicklung miteinzubinden. Dazu fördert „Grün statt Grau“ jetzt auch einen Lehrpfad im Gebiet.

Während eines kleinen Spaziergangs durch Heide-Hombruch kann man bald an sechs Stationen Informationen zu verschiedenen Themen sammeln. Teilnehmende des Projektes kommen an jedem Standort zu Wort, das Projekt „Grün statt Grau“ selbst stellt sich vor, es gibt Tipps zum Schutz vor dem Eichenprozessionsspinner, Hinweise zum Umgang mit den verschiedenen Arten von Mobilität, Erläuterungen zur Entwicklung des angrenzenden Waldes, eine Auflistung der Pflanzen für eine gelungene Blühwiese, die man ebenso direkt vor Ort ansehen kann wie die Dachbegrünung in der Nähe der Station zu Dach- und Fassadenbegrünungen.

Ins Gespräch kommen über Klimawandel und biologische Vielfalt

Angebracht sind die Informationstafeln an halbierten Stämmen unterschiedlicher Baumarten, so fügen sich die Stationen gut in die Landschaft ein, es entsteht nicht der unangenehme Eindruck eines Schilderwaldes und ganz nebenbei kann man die Eigenschaften verschiedener Holzarten wahrnehmen. Die Stationen sollen dazu anregen mit anderen Besuchenden ins Gespräch zu kommen – und selbst aktiv zu werden auch das eigene Grundstück umzugestalten, denn durch Klimaanpassung und Erhöhung der Biologischen Vielfalt steigt immer auch die Aufenthaltsqualität.

Projektaktivitäten in Iserlohn

Im Rahmen des Projektes „Grün statt Grau – Gewerbegebiete im Wandel“ können sich auch in Iserlohn einzelne Unternehmen beraten lassen und nach einer individuellen Planung das Betriebsgelände zukunftsorientiert umgestalten. Die Verbundpartner des Wissenschaftsladen (WILA) Bonn e. V. (Projektleitung), der Universität Osnabrück, der TU Darmstadt, des Global Nature Fund sowie der Kommunen Vreden, Bocholt, Remscheid und Iserlohn arbeiten gemeinsam an einer Aufwertung der Industriegebiete. Die Unternehmensgrundstücke der Teilnehmenden werden auf das Potential einer ökologischen Umgestaltung geprüft. Diese Prüfungen und Beratungen sind für die Unternehmen kostenlos und die Entscheidung über die Auswahl und den Zeitpunkt der Umsetzung der Einzelmaßnahmen liegt beim Unternehmer, so übernimmt jeder die Verantwortung für die nachhaltige Gestaltung seines eigenen Geländes. Darüber hinaus kann z.B. die Wertschätzung Mitarbeiter*innen gegenüber durch einen naturnah gestalteten Pausenbereich unterstrichen werden. Dach- und Fassadengrün reduzieren den Energieverbrauch für Heizen und Kühlen. Die Verwendung einheimischer Pflanzen und extensive Nutzungsformen reduzieren Pflegekosten und fördern die Biodiversität der Flächen. Die Industriegebiete sind dabei so vielfältig wie die Städte selbst.

Kontakt bei der Stadt Iserlohn

Simone Groß
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